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Der Lotuseffekt
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Wer putzt denn heute noch?
Die Natur macht es uns vor
In Asien gilt die Lotus-Pflanze als religiöses Symbol der Reinheit, denn von ihr perlen Flüssigkeiten ab und kein Staub bleibt auf ihr haften. Nicht etwa eine extrem glatte, sondern eine sehr feine, aber rauhe Struktur ermöglicht trockene und saubere Oberflächen. Mit einer rauhen Oberfläche haben Fremdstoffe nur wenige Berührungspunkte. Durch abfliessendes Wasser, beispielsweise bei einem Regenguss, werden Schmutzteilchen rückstandslos abgespült.
Doch nicht nur die Lotuspflanze besitzt diesen selbstreinigenden Effekt, auch andere Pflanzen wie die Tulpe, Akelei, Schilf oder Kohl und sogar Tiere wie Libelle, Schmetterling oder Eintagsfliege machen von ihm Gebrauch.


rauhe Struktur und Wirkung
Das Phänomen der Selbstreinigung bei der Lotuspflanze dient als Vorlage, um selbstreinigende Oberflächen technisch herzustellen. Klebstoff auf Wasserbasis bleibt nicht haften, sondern läuft vom Blatt der Lotuspflanze ab. Selbst Farbstoff kann aufgrund des Lotuseffekts mit Hilfe von Wasser von der Blattoberfläche abgespült werden.
Links:
Wassertropfen und Schmutz haften an der glatten Oberfläche. Schmutz wird durch Wasser nur verlagert.

Rechts:
Wassertropfen ziehen sich aufgrund der Oberflächenspannung zusammen. Sie laufen ab und nehmen Schmutzpartikeln mit.

Wie könnte sich der Alltag verändern, wenn Oberflächen wie Lotusblätter gebaut wären!
Fensterscheiben - Kleider - Autolack - Hausfassaden - Geschirr ...
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